Erinnern für Gegenwart und Zukunft: Gedenkveranstaltung des VHC anlässlich des 80. Jahrestages der Pogromnacht

Die vom VHC verantwortete Veranstaltung will anhand von lokalen Akten und Augenzeugenberichten verdeutlichen, dass die Verbrechen nicht weit weg, sondern auch vor den Augen der Camberger stattfanden. Schüler der Taunusschule sind in das Programm eingebunden. Beginn: 19:30 Uhr in der Mehrzweckhalle der Taunusschule Bad Camberg. Der Eintritt ist frei.

 

 

KulTOUR 2018 zur Gedenkstätte Point Alpha

Die diesjährige „KulTour“ des Vereins Historisches Camberg (VHC) am Samstag, 29.9.2018, führt an die ehemalige innerdeutsche Grenze zur Gedenkstätte Point Alpha (https://pointalpha.com/) in der hessisch-thüringischen Rhön.

Der einstige US-Beoachtungsstützpunkt galt während des Kalten Krieges als wichtiger NATO-Vorposten. Auf dem sogenannten „Weg der Hoffnung“ begleiten Zeitzeugen die Teilnehmer am Vormittag auf einem 1,4 km langen Weg entlang der ehemaligen Grenzbefestigung. 14 Stationen mit monumentalen Eisenskulpturen erinnern an den christlichen Kreuzweg und stehen symbolisch für den Eisernen Vorhang.

Nach dem traditionellen Mittags-Picknick steht am Nachmittag der Besuch des Rhönschnitzerdorfes Empferthausen auf dem Programm. Dort wird der Holzschnitzer Thomas Vogel seine Arbeit präsentieren. Zudem öffnet die staatliche Schule für Holzbildhauer ihre Pforten (http://www.schnitzschule-empfertshausen.de/).

Im Anschluss besteht im historischen Hotel Katzenstein Gelegenheit zu einer Kaffeepause mit kleinem Imbiss, bevor es mit dem Bus durch malerische Rhönlandschaft zurück nach Bad Camberg geht.

Der Ausflug startet um 7.00 Uhr an der Sporthalle Pommernstraße, Ankunft in Bad Camberg gegen 20.00 Uhr.

Der Kostenbeitrag beträgt 30,00 Euro für Vereinsmitglieder (35,00 Euro für Nicht-Mitglieder). Anmeldungen werden bis 15.9.2018 unter kultour@remove-this.verein-historisches-camberg.de oder Tel. 06434-5958 und Tel. 06434-901823 entgegen genommen.

Einladung zur Jahreshauptversammlung 2018

Hiermit laden wir unsere Vereinsmitglieder zu der am

Dienstag, 15. Mai 2018, um 19.30 Uhr, im Clubraum
des Kurhauses, 65520 Bad Camberg,

stattfindenden Jahreshauptversammlung herzlich ein. Neben Berichten des Vorstands und der Arbeitskreisleiter stehen unter anderem Ehrungen langjähriger Mitglieder auf dem Programm. Die vollständige Tagesordnung finden Sie hier.

Alte Jüdische Schule ab Mai 2018 mit regelmäßigen Öffnungszeiten

Ab 6. Mai 2018 wird die Alte Jüdische Schule, Hainstraße 21, Bad Camberg, regelmäßig sonntags von 14 bis 16 Uhr für Besucher geöffnet sein.

Die Alte Jüdische Schule, in der sich im Zeitraum von 1773 bis 1838 eine Synagoge befand, bevor diese in den später durch die Nationalsozialisten zerstörten Neubau in der Schmiedgasse umzog, ist als Dokumentationszentrum gedacht, das einerseits die in weiten Bereichen verlorene Stadtbefestigung virtuell wieder auferstehen lässt, andererseits das Wissen um die von den Nationalsozialisten zerstörte jüdische Gemeinde in Camberg aufrecht erhalten soll. Das vom Verein Historisches Camberg mit städtischer Unterstützung umgesetzte Bürgerprojekt hatte 2015 seinen vorläufigen Höhepunkt erlebt, als im Beisein zahlreicher Nachkommen jüdischer Camberger die feierliche Eröffnungsveranstaltung stattfand. War das Gebäude seither nur auf Anfrage öffentlich zugänglich, werden nun Vereinsmitglieder und Freiwillige zu den Öffnungszeiten Aufsicht führen und auf Wunsch Auskunft zum Projekt und historischen Hintergründen geben. Durch eine neuerstellte Beschilderung kann die Alte Jüdische Schule aber auch im Alleingang von den Besuchern erkundet werden. Weitere Informationen zum Bürgerprojekt finden Sie hier.

Zur Geschichte des Goldenen Grundes

Am Dienstag 20. März 2018, 19:30 Uhr im Bürgerhaus "Kurhaus" Bad Camberg, wird Johann Georg Fuchs, einer der besten Kenner der Historie der Limburger Gegend über die Geschichte des Goldenen Grundes sprechen und dabei über Erfahrungen und Einsichten bei der Arbeit mit den Akten berichten. 

 

 

 

 

Vortrag Eisenland östlicher Hintertaunus

Östlich des Goldenen Grundes erhebt sich sanft hügelig der Hintertaunus, der mit seinen geologischen Ressourcen eine Vielzahl an Bodenschätzen bietet. Bis in die jüngste Zeit hinein wurde hier Bergbau vor allem nach Eisen und Bleisilber betrieben. Regional ist der Bergbau noch durch viele Namen der Hütten bekannt. Der Ruf als Bergbauregion reicht aber kaum über die Taunusgrenzen hinweg: Der Abbau war „klein“ und musste stark zerklüfteten Flözen folgen, die sich für einen großmaßstäbigen industriellen Abbau nicht eigneten. Die oberflächennah ausbeißenden Erze machten die Region jedoch für die Abbautechnik früherer Epochen besonders attraktiv. Ohne die Notwendigkeit, mit Schächten und Stollen unter Tage zu gehen, konnte in einfachen Pingen reichlich Erz gewonnen werden.

Jüngste Forschungen haben nun bewiesen, dass die Region bereits zu spät keltischer Zeit, um 200 v. Chr. ein großes Eisenrevier abgab. Völlig unerwartet traten bei Geländebegehungen derart viele Relikte der Eisenverarbeitung auf, dass die Landschaft des östlichen Hintertaunus nun in den Focus archäologischer Grundlagenforschung gerät. Hierbei gilt der Blick auch der diachronen Entwicklung dieser Landschaft, deren Bewohner über die Kelten und Römer hinaus auch im frühen und hohen Mittelalter von der Ausbeute der reichen Bodenschätze lebten.

In einer Einführung zu diesen jungen Forschungen werden Begehungen der Landschaft und deren Funde und erste Deutungen erläutert. Insbesondere die Techniken der frühen Verhüttungen werden vorgestellt und ein Ausblick darauf geboten, was hier noch zukünftig an Forschungsergebnissen zu erwarten ist.

Am Dienstag, 20 Februar 2018 lädt der Verein Historisches Camberg zu diesem Vortrag in den kleinen Saal des Bürgerhauses „Kurhaus“ Bad Camberg ein. Der Eintritt ist frei.

 

Historische Stätten erleben: Von Stadt-Haus zum Kindergarten

Geschichte und Geschichten rund um das St. Josefshaus.

Nachdem das St. Josefhaus wieder zum Leben erweckt wurde und die aufwendige, aber durchaus spannende Sanierung die interessante Vita des Hauses noch um die ein oder andere Geschichte reicher gemacht hat, ist es an der Zeit, diese zu erzählen. Der Verein Historisches Camberg freut sich darauf, im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Historische Stätten erleben“ die Gäste im St. Josefhaus an die stets bewegte Vergangenheit des Anwesens zu erinnern.
Eingebettet in ein herbstliches 4-Gänge-Menü soll mit kleinen Vorträgen, Zeitzeugen und vielen Bildern von der Baugeschichte, aber auch vom Leben und Wirken innerhalb der Mauern des Hauses erzählt werden. Unvergesslich und hier exemplarisch genannt sei natürlich der Kindergarten und die legendäre Schwester Neri, die später mit all den Kleinen in die neuen Räumlichkeiten im Bungert umgezogen ist.

Alle Gäste sind herzlich aufgefordert, historische Fotos und Utensilien mitzubringen, vielleicht findet sich ja noch das alte Kindergartentäschchen auf dem Speicher!

Die Veranstaltung findet statt am 14.Oktober 2017, 18 Uhr, die Karten sind limitiert und nur im Vorverkauf bei Schreibwaren Brück, Limburger Straße 3, Bad Camberg, erhältlich.

KulTOUR nach Marburg a.d. Lahn

Die diesjährige „KulTOUR“ des VHC führt uns in die Universitäts- und Reformationsstadt Marburg. In verschiedenen Stadtführungen erkunden wir die Altstadt und die Elisabethkirche, besichtigen das Landgrafenschloss mit der Sonderausstellung "Bildungsereignis Reformation: Ideen – Krisen – Wirkungen" oder alternativ die Aula der Alten Universität. Anmeldung unter kultour@remove-this.verein-historisches-camberg.de

Termin:
23.09.2017 8:00 Uhr

Treffpunkt: Sporthalle Pommerstraße

Tag des Offenen Denkmals

Anlässlich des Tags des offenen Denkmals wird die Alte jüdische Schule am Sonntag, 10. September, von 14:00 bis 17:00 Uhr geöffnet sein. Eine Führung wird über die ehemaligen jüdischen Bewohner dieser Stadt und deren Geschichte informieren. Beginnend bei den jüdischen Friedhöfen weiterführend zu dem Standort der letzten Synagoge hin zur „alten jüdischen Schule“ wird Doris Ammelung, Verein Historisches Camberg, in ca. 2 Stunden das jüdische Leben anhand der noch vorhandenen Zeugnisse und erforschtem Archivmaterial erörtern. Die Veranstaltung wird in der „Alten jüdischen Schule“ mit einer Führung durch das Haus enden. Anschließend findet eine Weinprobe mit israelischen Weinen statt (Kostenbeitrag 10,00 Euro pro Teilnehmer), zu der wir aufgrund der begrenzten Plätze um Voranmeldung unter alte-juedische-schule@remove-this.verein-historisches-camberg.de bitten.

Weitere Informationen zum Tagesprogramm finden Sie hier.

Termin:
10.09.2017 14:00 Uhr

Treffpunkt: Parkplatz Friedhof, Bad Camberg

Die wässrige Unterwelt Bad Cambergs – Untersuchung der Zisterne unter dem Marktplatz

Am Samstag, 26. August 2017, wird das jüngste Mitglied des Vereins Historisches Camberg, Jona Schmitter aus Oberselters, die Zisterne unter dem Marktplatz untersuchen. Unterstützt von der Freiwilligen Feuerwehr Bad Camberg und dem städtischen Bauamt wird Herr Schmitter nach dem die Zisterne ausgepumpt und alle angeratenen Sicherheitsvorkehrungen getroffen sind, in die Zisterne absteigen, diese vermessen und auf mögliche Funde untersuchen. Die Zisterne wurde im Jahr 1942 fertiggestellt und diente zu Feuer- und Luftschutzzwecken. Noch heute ist sie ein willkommener Wasserspeicher, der nach wie vor als Notfallreservoir für Brände in der Altstadt gilt. Das öffentliche Interesse ist den beteiligten Organisationen willkommen. Gerne können Passanten einen Blick in die Tiefe werfen und den Beteiligten bei der Arbeit zuschauen.

Termin:
26.08.2017 ab 13:00 Uhr

Marktplatz Bad Camberg

Allerlei geflügelte Wesen im Camberger Fachwerk

Im Camberger Fachwerk gibt es vielfältige Vogeldarstellungen, meist handelt es sich hier um Fabeltiere oder solche, denen eine fabelhafte Geschichte zugeordnet wird. Auch Engel im Fachwerk "erzählen" eine verborgene Geschichte.

In einem Vortrag mit Bildern der Schnitzereien und aus der Biologie wird der Bogen gespannt zwischen Mythen, Biologie, Historie und Religion.

Referent: Stephan Herber

Beginn: 19:30 Uhr
Im Vortragssaal der Median Hohenfeldkliniken Bad Camberg 

Der Eintritt ist frei

Eine Gemeinschaftsveranstaltung der NABU Gruppe Bad Camberg e.V und des Verein Historisches Camberg e.V.

 

 

 

Einladung Historikerstammtisch

Der nächste Historikerstammtisch findet

am Freitag, 6. Oktober 2017, um 19.30 Uhr
im Ratskeller vom Bürgerhaus-Kurhaus Bad Camberg
statt.

Geschichtsinteressierte und Historiker kommen zusammen, um Fundstücke aus den Archiven, Bildmaterial und Informationen auszutauschen und zu diskutieren. 

Beiträge zur Einleitung eines Stammtisches sind sehr willkommen. Sollte hierfür ein Laptop oder eine Projektionseinheit benötigt werden, bitten wir Sie, sich rechtzeitig unter mail@remove-this.verein-historisches-camberg.de zu melden.

Wir freuen uns auf rege Beteiligung!

 

 

Historische Stadtführung zum Thema jüdisches Leben in Camberg

Die Führung wird über die ehemaligen jüdischen Bewohner dieser Stadt und deren Geschichte informieren. Beginnend bei den jüdischen Friedhöfen weiterführend zu dem Standort der letzten Synagoge hin zur „alten jüdischen Schule“ wird Doris Ammelung, Verein Historisches Camberg in ca. 2 Stunden das jüdische Leben anhand der noch vorhandenen Zeugnisse und erforschtem Archivmaterial erörtern. Die Veranstaltung wird in der „Alten jüdischen Schule“ mit einer Führung durch das Haus enden.

Termin:
25.06.2017 14:00 Uhr

Treffpunkt: Parkplatz Friedhof, Bad Camberg

Geologieführung

Wie entstand der Taunus? Welche Kräfte haben seine Gesteine in Falten gelegt? Finden wir Hinterlassenschaften der Eiszeit im Taunus? Diese und mehr Fragen beantwortete Herr Dr. Dambeck von der Goethe-Universität-Frankfurt bei strahlendem Herbstwetter im Rahmen einer 2stündigen Wanderung am vergangenen Sonntag.

Über 100 Teilnehmer konnte der Verein Historisches Camberg zu der Geologieführung von Herrn Dr. Dambeck begrüßen.

Der VHC hatte eingeladen, nachdem Mitglied Klaus Kraft auf die kürzlich in der Hohenfeldstraße stattgefundene Baustellengrabung, die eine deutlich zu sehende „Eltviller Tuffsteinschicht“ zeigte, aufmerksam gemacht und die Verbindung zu dem Geowissenschaftler hergestellt hatte.

Den interessanten und anschaulichen Ausführungen des Geowissenschaftlers an fünf Stationen der Wanderung, teils durch kartografisches Material ergänzt, lauschte die große Anzahl der Teilnehmer interessiert und aufmerksam.

Eine gelungene Veranstaltung an einem goldenen Herbstsonntag.

Einladung Arbeitskreis Altstadt

Liebe Mitglieder des AK Altstadt, liebe Gäste,

Unser nächstes Treffen findet statt am:
Montag, den 20.06.2016

19.00 Uhr Besichtigung des Fachwerk-Sanierungsobjektes Schmitz-Ohl Bächelsgasse 1

19.30 Uhr Begutachtung der Stadtmauer am Kirchplatz

20.00 Uhr Kurhaus-Restaurant
Themen: Stadtmauer - Planung einer Stadtmauer-Veranstaltung am Kirchplatz zum Tag des offenen Denkmals (11.09.2016 , Motto: Gemeinsam Denkmale erhalten)
Sanierungsobjekte in der Altstadt - Informationsaustausch und Bewertung aus Sicht unseres Vereins Weitere Themenvorschläge sind willkommen.

Bitte merken Sie sich noch die weiteren Termine für dieses Jahr vor:
Dienstag, 06.09.2016
Dienstag, 29.11.2016
jeweils um 20.00 Uhr im Kurhaus, Restaurant.

Einladung zum Historikerstammtisch

Schinderhannes - Legende und Wahrheit

Zum letzten Vortrag der Winterreihe des Verein Historisches Camberg war Dr. Mark Scheibe als Referent eingeladen. Er ist Spezialist in Sachen Schinderhannes. Der Jurist hat sich seit vielen Jahren intensiv mit der Person und dem Umfeld dieses deutschlandweit bekannten Räubers aus der napoleonischen Zeit beschäftigt, und dabei nicht nur die schon zu dessen Lebzeiten erschienenen boulevardjournalistischen und die fast unübersehbare Reihe späterer Veröffentlichungen berücksichtigt, sondern auch und vor allem die noch vorhanden vielbändigen Original-Gerichtsakten sowie gedruckte Auszüge aus den Verhörprotokollen studiert.

Sein Interesse ging so weit, dass er neben den archivalischen und literarischen Forschungen nicht nur Nachfahren von Schinderhannes, bürgerlich Johannes Bückler, und seiner letzten Lebensgefährtin Juliane Bläsius sowie einiger seiner Opfer ausfindig machte, sondern auch nach Südamerika reiste, um in den Gemeinden deutscher Auswanderer des frühen 19. Jahrhunderts das dortige Bild des Schinderhannes zu erforschen.

Es stellte sich heraus, dass dort mit dem Namen das Bild eine üblen Gewalttäters tradiert wird, ebenso wie die leiblichen Nachkommen ungern in einem Zusammenhang mit ihrem Vorfahr gebracht werden. Dies widerspricht der heute in Deutschland verbreiteten Vorstellung von Schinderhannes als einer Art Robin Hood, eines edlen Räubers, der den Armen gab, was er den Reichen nahm. Dieses Bild, zuletzt verstärkt durch die Verfilmung des Zuckmayer Theaterstücks mit Curd Jürgens und Maria Schell, entspricht keineswegs den historischen Tatsachen.

Anhand einer Reihe von Beispielen belegte Dr. Scheibe, dass Bückler und seine Komplizen bei ihren Raub- und Einbruchstaten äußerst brutal vorgingen und zum Zweck der Erpressung auch vor Folterung wehrloser Personen nicht zurückschreckten. Im heimischen Raum ist Bückler nicht nur bekannt, weil er die damals bekannte Poststation in Würges mit einem weiten Anführer und einer größeren Gruppe von Banditen überfiel, sondern dass er auch als scheinbar harmloser Hausierer bei Wolfenhausen erkannt und verhaftet wurde.

In seinem Vortrag ging Dr. Scheibe besonders auf diese beiden Ereignisse ein, konnte sich dabei auf zeitgenössische Aktenstücke stützen. Seiner akribischen Spurensuche war allerdings entgangen, dass der Camberger Pfarrer Roos in seiner (unveröffentlichten) Pfarrchronik ebenfalls einen kurzen Bericht hinterließ: „Im Jahre 1801, den 10ten Januar nachts um halb 12 Uhr wurde Herr Posthalter Oberst zu Würges von einem Spitzbuben rohe, gewalttätig geplündert. Die Diebe und Räuber kamen 20 bis 25 Mann starck die Chausee von Esch herunter mit Lärm und Gesang, hatten brennende Fackeln in den Händen besetzten gleich die Zugänge zu den Straßen, schossen unaufhörlich ihre Flinten und Pistolen ab, um jede herbeyeilende Hilfe abzuhalten. Mit einem abgesägten Apfelbaum stießen sie die Haußthüre ein und drangen mit Gewalt in das Hauß, banden den Herrn Posthalter und sein Gesinde und raubten was sie fanden und drohten auch einige Mal, den Herrn Posthalter, wenn er sein Geld nicht all hergebe, zu ermorden. Die Frau Posthalterin, eine korpulente Frau, sprang in der Angst durch das hintere Fenster ein Stockwerk hoch in den Hof ohne sich zu beschädigen. Als endlich die Sturmglocke gezogen wurde und ein Schuß aus dem Dorfe geschah, zogen sie wieder den nemlichen Weeg ab.“

Der von Scheibe vorgetragene ausführliche Bericht des für Camberg zuständigen Amtmanns Pagenstecher zeigt klar die Brutalität der Bande, erwähnt auch die schwere Verletzung einer Dienstmagd.

Nach seiner Verhaftung bei Wolfenhausen wurde er nach dem damals französischen Mainz gebracht und nach längerer Gerichtsverhandlung mit der Guillotine hingerichtet. Sie wurde von vielen Tausenden Schaulustiger beobachtet, die ihrerseits, ebenso wie die Zeitungen, in manchmal erhaltenen Briefen und Tagebucheinträgen davon berichteten.

Die zahlreich erschienenen Zuhörer erlebten einen spannenden Vortrag. Wegen seiner nicht als unangenehm empfundenen Länge war sogar eine kleine Pause vorgesehen, in der Dr. Scheibe mittels mitgebrachter Kleidungs- und Ausrüstungsgegenstände den Teilnehmern auch „handgreifliche“ Eindrücke vermitteln konnte. Den Gesamteindruck formulierte ein Zuhörer: „Wer heute nicht da war, hat echt was verpasst.“

Einladung Arbeitskreis Altstadt

Liebe Mitglieder, liebe Gäste,

wir möchten unsere Arbeit im AK Altstadt 2016 wieder aufnehmen, nachdem wir im letzten Jahr eher inaktiv waren. Es gibt nach wie vor viel anzupacken, wir freuen uns über "alte" und "neue" Gesichter.

Das nächste Treffen findet statt am:

Mittwoch, den 09.03.2016, 20.00 Uhr, Ratskeller im Kurhaus Camberg

Themen: Stadtmauer - Stand der Dinge und Planung einer Veranstaltung am Tag des offenene Denkmals (11.09.2016 , Motto 2016: Gemeinsam Denkmale erhalten) Sanierungsobjekte in der Altstadt - Informationsaustausch und Bewertung aus Sicht unseres Vereins

Weitere Themenvorschläge sind willkommen.

Bitte merken Sie sich noch die weiteren Termine für dieses Jahr vor:
Montag, 20.06.2016
Dienstag, 06.09.2016
Dienstag, 29.11.2016 jeweils um 20.00 Uhr im Kurhaus, Restaurant oder Ratskeller - wird vorher noch bekannt gegeben.

Herzliche Grüße Eva Bäumlisberger
Sprecherin AK Altstadt
2. Vorsitzende VHC

Einladung Hisorikerstammtisch

Schinderhannes - Robin Hood oder Gangster?

Als im Juni 1802 der berüchtigte Räuber Johannes Bückler, genannt Schinderhannes, der Justiz übergeben wurde, brachten gleich drei geschäftstüchtige Romanschreiber Biographien über ihn auf den Markt - außer dem Titel „Schinderhannes“ hatten diese Geschichten über einen angeblichen deutschen Robin Hood und edlen Gangster nichts mit der tatsächlichen Lebensgeschichte Bücklers gemein.

Bückler selbst war ein lange schon überregional gesuchter Serienkrimineller, der selbst 130 Taten, Tötungsdelikte, Raubüberfälle, Folter und Erpressungen gestand oder dieser Verbrechen überführt wurde. Sogar ein französischer Geheimagent war hier im Taunus auf ihn angesetzt.

Der Referent des Abends, Dr. Mark Scheibe aus Kelkheim, hat für diese Recherche in fast 25 Jahren mehr als 2000 Strafakten unserer Region und die Bestände in Paris und Übersee ausgewertet, um dem „echten“ Schinderhannes in Taunus und Umgebung nach den Originaldokumenten nachzuspüren.

Veranstaltet vom Verein Historisches Camberg e.V. findet der Vortrag

am Dienstag, 16 . Februar, um 19.30 Uhr, im Kleinen Saal des Bürgerhauses „Kurhaus“ statt.

Der Eintritt ist frei.

Jungsteinzeit im Goldenen Grund

Jungsteinzeit im Goldenen Grund

Das fruchtbare Emsbachtal, der Goldene Grund, und angrenzende Bereiche waren schon früh das Siedlungsziel von steinzeitlichen Bauern. Von ihren längst vergessenen Siedlungen zeugen Tonscherben und Steinwerkzeuge. Solche Funde treten in Bau- und Kanalgruben auf, werden aber auch immer wieder an die Oberfläche der Äcker gepflügt, wo sie von kundigen Sammlern aufgelesen und im Glücksfall genau kartiert und dem Landesamt für Denk malpflege gemeldet werden.

Aufgrund solcher Fundmeldungen erstellten Forscher der Johann Wolfgang Goethe Universität 2001/2002 eine Bestandsaufnahme der jungsteinzeitlichen Siedlungen der sogenannten Bandkeramik im Raum Idstein Bad Camberg und führten im Herbst 2011 eine Grabung in Idstein Wörsdorf durch.

Diese förderten nicht nur Funde, sondern auch Befunde zutage, d. h. Pfostenlöcher und Gruben, erkennbar an Bodenverfärbungen, die weitergehende Schlüsse zur Siedlung erlaubten.

Im Rahmen einer vom Verein Historisches Camberg e.V. veranstalteten Vortragsreihe, wird am Dienstag, 3. November 2015 im kleinen Saal des Bürgerhauses, eine der Ausgräberinnen, Dr. Sabine Schade-Lindig berichten.

Einladung Historikerstammtisch

Grüße aus dem Felde

20. Oktober 2015, 19:30 Uhr, Bürgerhaus Bad Camberg

Die im letzten Jahr begonnene Vortragsreihe des Verein Historisches Camberg über Camberg im 1. Weltkrieg wird fortgesetzt mit einer Veranstaltung in der Vormarsch und Kampfhandlungen der deutschen Truppen geschildert und Briefe und Postkarten aus dem Felde vorgestellt werden. Sie lassen erkennen dass die Soldaten bemüht waren, ihre Familie zu beruhigen, wussten sie doch, dass diese sich große Sorgen machte. Zugleich bat man die Angehörigen um Zusendung von Kleidungsstücken, Nahrungsmitteln und vor allem Tabak. Die Zuteilungen aus der Feldküche oder der Kleiderkammer waren offenbar nicht ausreichend. Vereinzelt wird auch von Gefechten berichtet. In dem einen oder anderen Fall sind Antwortschreiben der Ehefrau oder Mutter erhalten. Der Briefwechsel wird in verteilten Rollen vorgetragen, dazu kommen Schilderungen der militärischen Lage mit Bildpräsentation. Der Eintritt ist frei.

KulTour nach Darmstadt

Kultureller Jahresausflug des Verein Historisches Camberg Bad Camberg.

Der Verein Historisches Camberg (VHC) lädt alle Mitglieder und Interessierte ein zur diesjährigen „KulTour“ nach Darmstadt.

Die Tour startet am 26.9.2015 um 8.15 Uhr mit dem Bus ab Kreissporthalle Pommernstraße.

In Darmstadt wartet ein vielfältiges Tages-Programm auf die Gäste, neben einer Stadterkundung führt der Weg über das Hessische Landesmuseum hin zu Mathildenhöhe und Rosengarten. Traditionell gemütlich wird das Mittags-Picknick eingenommen und für den runden Abschluss sorgt die Einkehr auf dem Heimweg am frühen Abend.

Anmeldung unter mail@verein-historisches-camberg.de oder Andrea Dawirs-Dorn Tel. 06434-5958.

Programm für die Eröffnung der "Alten jüdischen Schule"

Eröffnung der "Alten jüdische Schule"

Jahreshauptversammlung 2015

Eröffnung der Alten jüdischen Schule im Mai 2015

Dankempfang im Februar 2015

Der „kleine Dankempfang“ war in diesem Jahr der närrischen Jahreszeit entsprechend in einen „Kreppelkaffee“ umfirmiert, ungezwungen und gut gelaunt wurden die aktiven Vereinsmitglieder in diesem Jahr zum ersten – und hoffentlich nicht letzten Mal – im schönen Ambiente der Aula der Freiherr-von-Schütz-Schule empfangen. Hausherr Martin Fringes ließ es sich nicht nehmen, die Gäste persönlich zu begrüßen, die es sich beim fröhlichen Sektempfang, dem Kreppelkaffee und Weck`, Wein und Worscht zur Auskehr gut gehen ließen. Das kurzweilige Programm sah neben guten Gesprächen eine reich bebilderte Rückschau, eine herrliche Büttenrede von Irmgard Abend und ein wunderschönes Jahrgangslied, vorgetragen von Bernd Schlößer begleitet an der Gitarre von Werner Imhoff vor. Dr. Peter Schmidt sorgte für die historische Bildung – anhand von uralten Fastnachtsbildern ließ er die gute alte Zeit Revue passieren und gab so manches Rätsel auf. Die Verlegung des Empfangs auf den Nachmittag hat vor allem den älteren Gästen zugesagt, eine weitere schöne Idee des Vorstands, die im letzten Jahr neu eingetretenen Mitglieder einzuladen um mal VHC-Luft zu schnuppern, wurde ebenfalls gut angenommen.

Vortrag Oktober 2014

 

 

Historische Stätten erleben am 19.7.2014 Bad Camberg.

Schöner hätte es gar nicht sein können: Sonne satt, nur gut gelaunte Gäste, ein herrliches Ambiente, tolles Essen, ein buntes Programm und jede Menge frisch gebrautes Bier! Die Organisatoren des Verein Historisches Camberg haben alles gegeben, um die Jubiläumsveranstaltung zu einer besonderen werden zu lassen – die durchweg positive Resonanz zeigt, es ist gelungen!

Gleich zu Anfang soll gesagt sein, ohne die gastgebenden Familien, die geduldigen und mehr als hilfsbereiten Anwohner und Geschäftsleute rings um den Marktplatz und den superflexiblen Barden aus Dombach wäre es nicht machbar gewesen.

Das Thema „Komm mir giehn aan hebe- Brauereien und Gaststätten von einst“ lockte 120 Gäste auf den Marktplatz und in die Keller der Familien Schütz und Schmitt. Hier drehte sich alles rund ums Bier, der Bier-Aperitif wurde im „Schützenhof“ gereicht, der, so war es dort von Stefan Schütz zu erfahren, vom Vorbesitzer als Brauerei genutzt wurde. Das dort Gebraute wurde im Vorderhaus in der Gaststätte „Zum Römer“ (später „Zum Schützenhof“, heute Blumenladen) ausgeschenkt. Gelagert wurden Bier und vor allem auch Eis in den1888 erbauten riesigen Kellern und „Unterkellern“, welche bis in die Grabenstraße reichen, bis heute eine vielfältige Nutzung erfahren haben und nun staunend von den Gästen der Veranstaltung besichtigt wurden.

Auch Anne Schmitt hatte sich bereit erklärt, Tür und Tor zu öffnen, denn in der Obertorstraße, die wenigsten wussten es, war einst die Brauerei Hanson beherbergt. Auch hier durften die Gäste die beindruckenden Keller besichtigen und in der Tiefe die mit Kerzen illuminierten riesigen Apfelweinfässer bewundern – Zeugen der späteren Nutzung vieler Keller in der Altstadt.

Aus den dunklen feuchten Kellern ging es dann auf den sonnigen Marktplatz, manch einer nutzte die Zeit und die entspannte Stimmung um im netten Zwiegespräch die Füße im Brunnen zu kühlen bevor das Programm im Zelt startete. Dort warteten traditionell zwischen den kulinarischen auch noch historische Leckerbissen auf die Gäste, in diesem Jahr ein kurzweiliger Vortrag, zwei herrliche Zeitzeugen, ein lustiger Barde und 100 Bilder aus 100 Jahren. Von Bierbrauern und Kombi-Gastwirten, die „über die Gass´ zapfen“ Dr. Peter Schmidt spannte den Bogen in seinem bebilderten Vortrag über die Geschichte des Bierbrauens, Daten und Fakten zu Camberger Bierbrauern und Gastwirten bis hin zu Grundrisszeichnungen, einer über 200 Jahre alten Rechnung „zum Nachtessen“, Zeitungsartikeln aus dem „Hausfreund für den goldenen Grund“ und herrlichen Zitaten aus einem uralten Gerichtsprotokoll in welchem aufgeklärt werden sollte, wer denn nun warum im Suff zuerst zugeschlagen habe.

Wirtshausbub und Tausendsassa – die Zeitzeugen Bruno Schütz und Franz Werner Martin waren als Zeitzeugen geladen und trugen mit herrlichen Geschichten und lustigen Anekdoten dazu bei, dass beste Festzeltstimmung aufkam, welche der Dombacher Sänger Christof Bernhardt mit Gitarre, bester Laune und alten Trinkliedern rund ums Bier zu nutzen wusste. Ungern ließen ihn die Gäste gehen, doch stand ja noch ein weiterer Höhepunkt auf dem Programm:

100 Bilder aus 100 Jahren. Die wurden von Eva Bäumlisberger im Braugässchen gezeigt – zu schön die uralten Fotos, noch schöner die vielfältigen Reaktionen derer, die sich an so manche Begebenheit erinnerten. So wie hoffentlich noch lange an diesen ganz besonderen Sommerabend auf dem Marktplatz.

Ankündigung: Komm´mir giehn aan hebe

"Eine Reise in die Vergangenheit mit Genüssen, die alle Sinne ansprechen" - dazu lädt seit nunmehr 10 Jahren der Verein Historisches Camberg (VHC) mit seiner Veranstaltung "Historische Stätten erleben".

In guter Erinnerung an die erste wird auch die vorerst letzte Veranstaltung der Reihe auf dem Marktplatz stattfinden. In diesem Jahr möchte der Verein an etwas erinnern, das noch vor zwei Jahrzehnten zumindest für das Oberhaupt der Familie selbstverständlich war - der regelmäßige Gang ins Wirtshaus. Wer weiß noch, wie viele Gaststätten es einst in Camberg gab - und wie viele Brauereien? Wie wurde das Bier hergestellt und wie gekühlt? Was wurde gegessen, erzählt, gesungen?

Rings um das Thema drehen sich lustige Geschichten, interessante Daten und wie immer viele wunderbare Bilder.

Der VHC hat sich mit Hilfe des Stadtarchivs auf Spurensuche begeben und lädt nun alle Interessierten ein, am Samstag 19. Juli ab 18 Uhr diesen Spuren zu folgen. Die Veranstaltung beginnt im Hof der Familie Schütz mit einem Aperitif und einer Führung, wie immer wird ein historischer Ort besichtigt, der ansonsten nicht frei zugänglich ist. Im Zelt auf dem Marktplatz wird dann in vier Gängen themenbezogen gespeist, zwischen den Gängen erwartet die Gäste ein abwechslungsreiches Programm.

Karten-Vorverkauf bei Schreibwaren Brück, Limburger Straße 3, Bad Camberg. 

Jahreshauptversammlung im April 2014

Tolle Veranstaltungen und Projekte für Jedermann, aber auch ganz viel Klein- und Großarbeit im Verborgenen, all das gelebt mit großem und vorbildlichen ehrenamtlichem Einsatz zur Pflege und Erhaltung von Vergangenheit und Zukunft – das ist der Verein Historisches Camberg.

Die jährliche Jahreshauptversammlung des Vereins im Clubraum des Kurhauses dient traditionell dazu, neben den üblichen und notwendigen Regularien - in diesem Jahr auch Vorstandswahlen- den Mitgliedern über die Arbeit des vergangenen Vereinsjahres zu berichten.

Manfred Kunz tat dies dieser Tage zum letzten Mal, Michael Traut wird künftig sein Amt als Leiter des Arbeitskreises „Historiker-Stammtisch“ übernehmen. Kunz berichtete, dass die sechs im vergangenen Jahr stattgefundenen Treffen stets gut besucht und Dank der Referenten sehr informativ waren, „lebhaft die sich anschließenden Diskussionen“.

Michael Traut konnte über die 50. Ausgabe der beliebten Vereinsbroschüre berichten, die als Jubiläumsausgabe in diesem Jahr in gebundener Form gestaltet war. Sein Dank richtete sich an die stets fleißigen Autoren und Helfer die jetzt schon wieder an der 51. Ausgabe arbeiten.

Weiter war zu erfahren, dass die Arbeitsgruppe Altstadt derzeit unter der Leitung von Eva Bäumlisberger mit einem langfristigen Konzept zur Erhaltung, Sanierung und Pflege der Stadtmauer beschäftig ist, hier gehe nichts ohne die gute Zusammenarbeit mit den betroffenen Bürgern und den städtischen Gremien.

Sehr gut angenommen wurden auch im letzten Jahr das Glockenspiel samt Konzert, die Veranstaltung „Historische Stätten erleben“ in der Hohenfeldkapelle, die verschiedenen Vorträge, Lesungen, Führungen und Ausflüge.

Die „Alte jüdische Schule“ steht kurz vor der Vollendung der baulichen Maßnahmen, deren Finanzierung ist auf gutem Wege. So hoffen die Verantwortlichen, das Kleinod schon in diesem Sommer offiziell eröffnen zu können.

Lediglich das Stadt- und Turm-Museum bereitet noch ein wenig Sorge, da hier gerade auch in Hinblick auf eine notwendige Umstrukturierung „Personalmangel“ herrscht – hier wird dringend nach Mitstreitern gesucht. In Zusammenarbeit mit der Stadt ist der Verein bemüht, ein geeignetes Depot für die vielen wertvollen Exponate zu finden.

Nach einer reich bebilderten Rückschau auf das vergangene Vereinsjahr wies die 1. Vorsitzende Doris Ammelung mit Blick auf das zukünftige noch auf einzelne Veranstaltungen hin:

19.7.2014 „Historische Stätten erleben“,
7.9.2014 Glockenspiel-Konzert,
14.9.2014 Tag des offenen Denkmals und
27.9.2014 „KulTour“ mit Ziel Wetzlar.

Neujahrsempfang 2014

Der Verein Historisches Camberg (VHC) hat mit dem kürzlich statt gefundenen Neujahrsempfang neue Wege begangen. Mit Bedacht hat der Vorstand mit Blick auf den im alten Jahr allerorts übervollen Terminkalender auf die Weihnachtsfeier in der dunklen Jahreszeit verzichtet und stattdessen die verdienten Mitglieder im neuen Jahr in der frühlingshaft dekorierten Ratshalle empfangen.

Die Veranstaltung bietet traditionell einen Rückblick auf das alte und eine Vorschau auf das neue Vereinsjahr, in diesem Jahr sollte sie gleichzeitig ein schöner Rahmen für die Ehrung besonders verdienter und langjähriger Mitglieder sein.

Gleich zu Beginn geschah dies posthum für Barbara Schäfer. Der Verein trauert um ein allseits beliebtes Mitglied, auch die fast 40 anwesenden Gäste gedachten ihrer gern. Die viel zu früh Verstorbene war Frau der ersten Stunde, war vielfältig engagiert und hat sich als 1. Kassiererin bis zuletzt mehr als verdient für den VHC gemacht.

Für ihre ebenfalls jahrzehntelangen, kaum aufzuzählenden Verdienste im Verein, im Vorstand, als Arbeitsgruppenleiter, Museums- und Stadtführer/in wurden ihre langjährigen Weggefährten Raimund Rühling, Manfred Kunze, Ursula Ammelung und in Abwesenheit Marianne Adam geehrt und mit einem Präsent bedacht.

Den Ehrungen folgte der gesellige Teil des Abends mit Speis und Trank, netten Gesprächen und einer reich bebilderten kurzweiligen Rückschau auf die vielfältigen Aktionen und Veranstaltungen des rührigen Vereins im vergangenen Jahr.

Spät am Abend überraschte Michael Traut die Gäste mit der frisch gedruckten (50.) gebundenen Jubiläumsausgabe des beliebten „gelben Heftchen“, dass dieser Tage alle Mitglieder in ihren Briefkästen finden.

So konnte die 1. Vorsitzende Doris Ammelung am Ende auf eine gelungene Veranstaltung zurückblicken und zuversichtlich eine Vorschau auf das bunte Programm des neuen Vereinsjahr geben. Geplant sind schon jetzt folgende Veranstaltungen: Bereits im März die „Grenz-Wanderungen“ (wir berichteten) in Zusammenarbeit mit dem Nabu und in den Sommermonaten „Historische Stätten erleben“, Kellerführungen in der Reihe „Ab-in-die Mitte“, die „KulTour“ in diesem Jahr nach Wetzlar und mit etwas Glück die Eröffnung der Alten jüdischen Schule als Doku-Zentru