Historisches Camberg Nr. 49 - Mai 2013

 

In der neuen 49. Ausgabe "Historisches Camberg " des VHC berichtet Dr. Peter K. Schmidt in dem Artikel "Camberg und der Krieg von 1866" über die Männer aus Camberg, die in der Nassauischen Brigade gegen die Preußen kämpften und was mit den Soldaten nach dem vereinbarten Waffenstillstand geschah. Anhand von Unterlagen aus dem Stadtarchiv Bad Camberg beschreibt er authentisch wie die Soldaten des Jägerbataillons in Camberg empfangen, untergebracht und welche Dienstleistungen erbracht wurden.

Karl Heinz Braun befasst sich mit dem Testament des von 1830 bis 1835 in Würges als Pfarrvikar tätigen Pfarrers Johann Nikolaus Neubig. Pfarrer Neubig, der am 2. September 1867 in Erb ach im Rheingau starb vermachte in seinem Testament der Pfarrei Würges ein beträchtliche Summe für eine Armenstiftung. Durch die Zinsen der Stiftung konnten bis zur Inflation im Jahre 1923 viele "Ortsarmen" unterstützt werden.

Stephan Herber erläutert in seinem Aufsatz "Redensarten im alten Camberg" typische Redewendungen und Benennungen wie z. B. "Fulder", "die Nas´dunke", "knottern", "Ich glaube rein!" die er noch von seiner Mutter in Erinnerung hat und die heute oft nicht mehr verwendet werden.

Werner Rill veröffentlicht in der Broschüre seinen Vortrag vom 29. März 2012 über "Die Hausschlachtung in früheren Jahren" in Dombach.

Mitte 2012 wurde das Gelände des Bauhofes am Blumenweg von der Stadt an einen Investor verkauft, der dort zurzeit einen Wohnblock und Reihenhäuser errichtet. Ottheinrich Lang erinnert in seinem Artikel "Erinnerungen an den Bullenstall und die Bleich" an die vielen Probleme die es in Camberg mit der Manntierhaltung im Laufe der Jahrhunderte gab und wie dann 1902 der Bullenstall vom Magistrat der Stadt gebaut wurde. Für die Bauern und Viehhalter war die Nachzucht von Vieh von existentieller Bedeutung bis Mitte des 19. Jahrhunderts. Ende der 60er Jahre wurde der Bullenstall geschlossen und zum Bauhof für die Stadt umfunktioniert. Viele Camberger können sich auch noch an die Bleichwiese neben dem Bullenstall erinnern, die mit der Erfindung moderner Wasch- und Bleichmittel Ender der 60er Jahre überflüssig wurde.

Die aktuelle 49. Ausgabe des VHC-Heftes „Historisches Camberg“ kann man im Buchhandel oder im Stadtarchiv zum Preis von 4 Euro erwerben. Mitglieder des VHC erhalten die Vereinsbroschüre in den nächsten Tagen kostenlos.

Auch in den davor erschienenen VHC-Heften werden Themen von A wie Archäologie und Auswanderer über Stadt- und Heimatgeschichte bis hin zu Vertreibung und Ortschaften wie Walsdorf behandelt. Die älteren Hefte sind nur im Stadtarchiv verfügbar. Und falls ein Artikel aus einem VHC-Heft interessiert, welches nicht mehr zu kaufen ist, ist das Archiv gerne bereit, Interessierten eine Kopie dieses Beitrags anzufertigen. Auf der Homepage des Stadtarchivs – badcamberg.stadtarchiv.info – ist das Inhaltsverzeichnis der bislang erschienenen Hefte veröffentlicht. In dieser Aufstellung ist auch gezeigt, welche Hefte noch vorrätig sind.