Historisches Camberg Nr. 48 - August 2012

Die Erhaltung und Sanierung des Camberger Friedhofsengel hat im letzten Jahr mehrmals den Ortsbeirat der Kernstadt beschäftigt. Prof. Dr. Heinz Willi Peuser hat die mehrfache Berichterstattung in der Presse zum Anlass genommen, in der neu erschienen Ausgabe „Historisches Camberg –Beiträge zur Geschichte der Stadt Bad Camberg“ Fragen zu dem Künstler, der Herstellung und des Materials des mit grüner Patina überzogenen Engels zu beantworten.

Neben diesem Artikel berichtet Ottheinrich Lang über die rund 1200 Bauakten aus der Zeit von 1810 bis 1957, die im Stadtarchiv lagern. Viele der Bauanträge Ende des 19. Jahrhunderts befassen sich mit der Einführung des sogenannten „Russischen Kamins“. Ottheinrich Lang geht der Frage nach woher dieser Name stammt.

Stephan Herber befasst sich in seinem Artikel mit den Camberger Weckpuppen und Hasen, die in Camberg traditionell am Nikolausabend verschenkt und verzehrt wurden. Um herauszufinden, wie die authentischen Camberger Weckpuppen ursprünglich aussahen, hat er die Camberger „Bäckerlegenden“ Bäckermeister Wilhelm Hartmann (Bäckerantons am Marktplatz) und Maria Wenz, die Frau von Bäckermeister Franz Martin Wenz (Schwarzwenze in der Strackgasse) bewegt, die „Puppe“ und den „Hasen“ in der originalen Form zu backen. Außerdem geht er der Frage nach, welche Bedeutung die Puppen und der Hase in Volkskunde und Aberglauben haben.

In der Broschüre befindet sich auch der Festvortrag „Camberg auf dem Weg in das Herzogtum Nassau 1803 bis 1815“, den Archivoberrat Dr. Heinemann anlässlich der Jahreshauptversammlung des Vereins Nassauische Altertumskund und Geschichtsforschung 2007 im Bürgerhaus-Kurhaus Bad Camberg gehalten hatte.

Karl Heinz Braun berichtet in seinem Artikel „Würges im 20. Jahrhundert“ ausführlich über die Kriegszeiten, den Wandel in der Landwirtschaft und dem Gewerbe sowie die Schule, das Gesundheitswesen, das kirchliche Leben, die Vereine und die Feuerwehr, die Feste und das häusliche Leben im Camberger Stadtteil Würges.

Die aktuelle 48. Ausgabe des VHC-Heftes „Historisches Camberg“ kann man im Buchhandel oder im Stadtarchiv zum Preis von 4 Euro erwerben, Mitglieder des VHC erhalten die Vereinsbroschüre in den nächsten Tagen kostenlos.

Auch in den davor erschienenen VHC-Heften werden Themen von A wie Archäologie und Auswanderer über Stadt- und Heimatgeschichte bis hin zu Vertreibung und Ortschaften wie Walsdorf behandelt. Die älteren Hefte sind nur im Stadtarchiv verfügbar. Und falls ein Artikel aus einem VHC-Heft interessiert, welches nicht mehr zu kaufen ist, ist das Archiv gerne bereit, Interessierten eine Kopie dieses Beitrags anzufertigen.

Auf der Homepage des Stadtarchivs – badcamberg.stadtarchiv.info – ist das Inhaltsverzeichnis der bislang erschienenen Hefte veröffentlicht. In dieser Aufstellung ist auch gezeigt, welche Hefte noch vorrätig sind.